Jahresbericht 2016

 

Im Berichtsjahr hat die Rentnervereinigung die aus dem Vorjahr offenen Pendenzen erledigt: Die Webseite ist erstellt worden und in Betrieb, die Statutenrevision ist erfolgreich durchgezogen worden, die Statuten stehen an der heutigen Hauptversammlung zur Genehmigung an. Im Übrigen haben wir die angesagten gesellschaftlichen Unternehmen alle erfolgreich durchziehen können, vom fröhlichen Treberwurst-Essen in Schafis bis zum von Roland Schafer organisierten Ausflug nach Därstetten und Greyerz. Roland selber konnte wegen eines Unfalls nicht dabei sein, aber die Stellvertretung hat problemlos funktioniert: Was gut vorbereitet ist, braucht den Chef in der Durchführung offenbar nicht mehr.

Mit der Juni-Sitzung der Geschäftsleitung ist unser ehemaliger Präsident Eugen Schneider aus diesem Gremium ausgeschieden. Der Sprechende hat ihn in dieser Funktion abgelöst und ist dabei, sich in das neue Aufgabenfeld einzuleben. Eugen Schneider hat auf das Jahresende 16 zudem beschlossen, dass er künftig an den Vorstandssitzungen nicht mehr teilnehmen möchte. Das müssen wir akzeptieren. Er ist aber bereit, im Hintergrund weiter zu wirken und hat uns schon positive Proben dieser diskreten Aktivitäten geliefert, wofür wir ihm sehr dankbar sind. – Sie dürfen es übrigens auch sein: Sein Wirken kommt (wie immer) den Mitgliedern direkt zugute: Eugen Schneider hat Sponsoren-Beiträge für das Jubiläumsjahr organisiert.

In diesem Zusammenhang möchten wir der Kantonalbank von Bern, der Valiant-Bank in Bern und der Genossenschaft Coop für ihre Beiträge bestens danken.

Wenn wir schon dabei sind: Die Geschäftsleitung des Verbands hat beschlossen, uns für die Anlässe im Jubiläumsjahr mit Fr. 5'000.—zu unterstützen. Dafür möchte ich ihr und dem Gesamtverband unseren besten Dank aussprechen.

Zur Mitglieder-Entwicklung: Nachdem der Rentnerverband sich in den letzten Jahren langsam der „magischen“ Zahl von 2'000 Mitgliedern genähert hat, einige glaubten, sie sei schon erreicht, scheint im Berichtsjahr eine leichte Trendwende sichtbar. Die Zahl der Ausscheidenden, sei es durch Todesfall oder eigenen Entschluss hat im Jahr 2016 die der Neueintretenden übertroffen, um etwa vierzig Personen, und auch im laufenden Jahr scheint das weiter zu gehen. Das ist bedauerlich, aber noch nicht besorgniserregend. Es enthält für uns die Herausforderung, unsere Vereinigung attraktiv zu erhalten oder eben noch attraktiver werden zu lassen.

Zur Stellung der Rentner: Mit erstaunlicher Gelassenheit haben die Staatsbeamten in den 90er Jahren ihren Statuswechsel von Beamten zu Angestellten hingenommen. In einem Geist von etwas weniger Gelassenheit ging der Primatwechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat über die Bühne. Durch den Kaufkraftverlust seit der letzten Anpassung der Renten und durch die Gefahr tieferer Rentenleistungen für Neurentner zeichnet sich ein Riss im ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag ab. Das Thema wird in den Medien immer wieder aufgegriffen, und meist mit wenig Verständnis für die Rolle der Rentner in der Gesellschaft. Sie sind nicht einfach Profiteure. Wir müssen uns allmählich die Frage stellen, ob es nicht unsere Aufgabe ist, in dieser Sache aktiv zu werden.  

Die Statutenänderung auf der Ebene des BSPV hat einschneidende Veränderungen für das Verbands-Parlament gebracht. Anstelle der bisherigen Versammlungen der Abgeordneten und des Zentralvorstands ist die Delegiertenversammlung getreten, in der wir Rentner nur noch Anspruch auf acht Vertreter haben. Es gibt keinen Anlass, sich darüber zu beklagen: Der Verteilschlüssel ist klar und gerecht. In dieser Delegation sind vier Mitglieder des Vorstands vertreten, dazu drei, die sozusagen von Amtes wegen dazu gehören. Zu ihnen kommen vier Delegierte aus der grossen Schar der Mitglieder. Es ist erfreulich, dass sich eine deutlich höhere Anzahl als Kandidaten für diese Aufgabe gemeldet haben, als wir berücksichtigen konnten. Ihr lebhaftes Interesse ist ein Zeichen dafür, dass unsere Vereinigung nach wie vor aktiv an den Bestrebungen des Staatspersonalverbands Anteil nimmt.

Auf der Ebene Pensionskasse ist die Situation etwas anders. Nachdem zur Diskussion gestanden ist, die Rentner von der DV der Pensionskasse auszuschliessen, ist es nicht zuletzt durch die Bemühungen eines Mitglieds der Rentnervereinigung – Erich Frauenfelder – gelungen, die Zahl der Delegierten doch auf der bisherigen Höhe zu halten, nur sind ihre Rechte etwas beschnitten worden.

Es bleibt mir auch sonst zu danken:

Euch allen für Eure aktive Teilnahme an unseren Unternehmungen.

Den Vorstandsmitgliedern für ihre engagierte Arbeit – wir sind ein gutes Team.

Dem Geschäftsführer und dem Team der Geschäftsstelle für die stets fördernde Unterstützung und last, but not least der Geschäftsleitung unter Anastasia Falkner für das Wohlwollen, das unsere Vereinigung im Rahmen des Verbandes geniesst.

 

Bern, 9. Mai 2017                                                                                     Robert Ruprecht