Jahresbericht des Präsidenten

 

Das Jahr 2017 stand im Zeichen des 75-Jahre Jubiläums der Rentnervereinigung. Zu diesem Anlass hat uns der Gesamtverband einen Zuschuss von Fr. 5'000.—gespendet, den wir für die besondere Gestaltung der Jubiläums-HV und für den Ausbau unseres Reiseprogramms einsetzen konnten.

An unserer Hauptversammlung vom 9. Mai konnten wir Frau Regierungsrätin Beatrice Simon begrüssen, die in ihrem Referat über zukünftige Herausforderungen für die Altersvorsorge sprach und dabei auf die Bedeutung der Generationensolidarität hinwies. Dass die Rentner dabei ein wesentliches Element sind, haben sie gemäss den Ergebnissen der Abstimmung zur AHV-Revision nicht unbedingt bewiesen, haben doch die Analysen ergeben, dass die Aufstockung der AHV um 70.—pro Neurentner nicht Gnade gefunden hat vor ihren Augen. Die Herausforderung aber bleibt.

Im Vorstand hat man erwogen, ob man sich nicht öffentlich zu dieser Frage äussern solle, die Geschäftsleitung hätte uns freie Hand gelassen, der Grundsatz aber, dass der BSPV nicht eine Gewerkschaft und damit parteipolitisch neutral ist, hat uns aber auf die Umsetzung der Idee verzichten lassen.

Umrahmt war die Veranstaltung von Bruno Bieri, der uns so beeindruckt hat, dass wir ihn zur heutigen Hauptversammlung gleich noch einmal eingeladen haben.

Unsere Anlässe haben reges Interesse gefunden: Das 6. Politische Treberwurstessen in Schafis war bald einmal ausgebucht, die Jubiläumsreise in den Aargau hat viele positive Echos ausgelöst. Dem Organisator Peter Schneider sei hier offiziell der Dank des Vorstands ausgesprochen. Die beiden anderen Anlässe des Jubiläumsjahres waren etwas militärlastig: Der Besuch des Flugplatzes in Payerne und des Verpflegungszentrums der Kaserne Thun haben deutlich mehr Männer angelockt als Frauen. Es hat sich aber erwiesen, dass beide Themen so präsentiert wurden, dass die Teilnehmerinnen voll auf ihre Rechnung kamen. Beide Anlässe, organisiert von Roland Schafer sind volle Erfolge geworden.

Trotzdem: In diesem Jahr sollen etwas andere Themen im Vordergrund stehen.

Ein Wort zur Teilnehmerschaft: Auffällig war, dass im Jubiläumsjahr offenbar ein Generationenwechsel stattgefunden hat: Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unseren Anlässen, mit denen man sozusagen fest gerechnet hat, sind auf den Anmeldelisten nicht mehr aufgetaucht. Nachfragen haben ergeben, dass das vor allem auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen war. Wir werden eben auch nicht jünger. Im Jahr 17 hat uns auch unser ehemaliger Präsident Walter Ochsenbein verlassen. Im laufenden Jahr haben wir vergeblich auf die Anmeldung von Susi Tschannen gewartet: Am Tage des diesjährigen Treberwurstessens stand ihre Todesanzeige im «Bund». Wir werden bei der Totenehrung ihrer gedenken. – Am Ausflug nach Payerne mussten wir vergeblich auf Eugen Schneider warten – die Nachfrage ergab, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte. Umso mehr freut es uns, dass er am diesjährigen Treberwurstessen wieder in alter Frische dabei war und auch heute unter uns ist.

Zur Entwicklung der Mitgliederzahlen werden wir uns im entsprechenden Traktandum äussern.

Wir sind kein Reisebüro, wir sind, das gilt in erster Linie von Euch Anwesenden, eine grosse Gruppe aktiver Senioren, die sich bemühen, ihren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Umfeld zu leisten. In einer Zeit, in der von verschiedenen Seiten versucht wird, das seit der Gründung der heutigen Eidgenossenschaft Erreichte zu torpedieren und der Profitiersucht Tür und Tor zu öffnen, ist es gerade für uns ehemalige Staatsangestellte wichtig, für die Solidarität einzustehen und Überkommenes nicht überstürzt über Bord zu werfen.

Zum Schluss bleibt mir, zu danken. Ich bedanke mich bei den Mitgliedern unseres Vorstands für ihr Engagement: Wir sind ein aktives Team, in das jede und jeder ihre bzw. seine besonderen Fähigkeiten einbringt. Das ist nicht selbstverständlich. Unser Dank geht auch an die Geschäftsstelle des BSPV, die unsere Tätigkeit immer spontan unterstützt, an den Geschäftsführer Daniel Wyrsch, an unsere Präsidentin Anastasia Falkner und die gesamte Geschäftsleitung, die alle stets ein offenes Ohr für unsere Anliegen haben.