DIE HAUPTVERSAMMLUNG 2020 HAT VIRTUELL STATTGEFUNDEN.

 

Untenstehend finden sich der Jahresbericht des Präsidenten und das Protokoll. Für die virtuelle HV wurde eine Kurzfassung dieses Jahresberichts versandt.

 

Jahresbericht 2019

Unsere Jahresrechnung richtet sich nach dem Kalenderjahr, der Jahresbericht hält es nicht genau gleich, er bezieht sich traditionellerweise auf die Zeit zwischen den Hauptversammlungen, das heisst, die ersten Aktivitäten des Kalenderjahrs gehören in das auslaufende Jahr, müssten also eigentlich am Schluss erwähnt werden. Das haben wir in den letzten Jahren nicht immer strikt so gehalten. Hier wollen wir uns für einmal an dieses logische Verfahren halten. 

Ein weiteres Mal können wir auf ein gutes Jahr zurückblicken. Ein weiteres Mal müssen wir bekennen, dass wir keine dicken Stricke zerrissen haben, ein weiteres Mal dürfen wir dankbar sein dafür, dass das auch nicht nötig war. In unserem Bereich sind keine Schreckensnachrichten aufgetaucht, niemand hat uns in Frage gestellt, was nicht selbstverständlich ist. 

So kann ich berichten über den Ausflug ins Tropenhaus Frutigen mit anschliessendem Mittagessen in Aeschiried und dem Besuch der Hängebrücke zwischen Sigriswil und Äschlen. Den Einblick in die Tätigkeiten des Tropenhauses haben uns zwei engagierte Betreuerinnen vermittelt, die ganze Exkursion war von unserem bewährten Reiseleiter Roland Schafer organisiert – ein weiterer erfolgreicher Anlass, den er uns beschert hat.

Er und Erich Frauenfelder haben den eindrücklichen Besuch in der JVA Witzwil organisiert, wo es sich der scheidende Direktor, Hans-Rudolf Schwarz, nicht nehmen liess, uns persönlich über die Hintergründe des offenen Strafvollzugs zu informieren und uns Red und Antwort zu stehen. Die Gelegenheit wurde lebhaft benützt, auch machte Direktor Schwarz uns Hoffnungen: Wir seien nicht zu alt, um auch noch mit Witzwil in Berührung zu kommen. Unser Mittagessen konnten wir an Ort und Stelle einnehmen: Gekocht und ausgegeben von Teams, die aus Betreuern und Häftlingen zusammengesetzt waren. Hans-Rudolf Schwarz ist inzwischen Direktor des Thorbergs, was unseren Verband ja direkt angeht, wie ihr wisst. Gut, dass diese Institution seither aus dem Fokus der Medien verschwunden ist. 

Rund je 70 Teilnehmende haben an diesen Anlässen teilgenommen. 

Auf die Initiative von Silvia Schläpfer haben wir den Versuch unternommen, unter dem Titel «Damals» eine Serie aufzunehmen, die sich besonderen Erfahrungen von Mitgliedern widmet. Silvia Schläpfer hat uns über ihre kurze Zeit in Biafra (Nigeria) berichtet, die sich ihr tief eingeprägt hat. Ob so tatsächlich eine Veranstaltungsreihe entstehen wird, wird sich weisen. 

Nach den guten Erfahrungen mit dem Besuch des Lichtspiels im Januar 19 haben wir wiederum dazu eingeladen und sind voll auf unsere Rechnung gekommen. Diesmal interessierten wir uns für die Ereignisse vor und nach 1968, also für die Periode des Kalten Kriegs, der unsere Jugendzeit geprägt hat, bis zum Fall der Berliner Mauer. Am eindrücklichsten ist uns der Bericht der deutschen Wochenschau über die Zerschlagung des Sozialismus mit menschlichem Antlitz, den «Prager Frühling» geblieben. 

In dem Zusammenhang sei Flavia Schumacher von der Geschäftsstelle des BSPV herzlich gedankt.  Nachdem die erste Ausschreibung des Anlasses (vor Weihnachten) fast kein Echo ausgelöst hat, ist die von ihr versandte zweite Einladung ein Erfolg gewesen. Gut 40 TeilnehmerInnen haben dem Anlass beigewohnt. – Das gibt mir die Gelegenheit, meinen Dank auch gegenüber der ganzen Geschäftsstelle, Joanne Bisig und dem Geschäftsführer Daniel Wyrsch auszusprechen. Wenn immer man etwas braucht: Schwupp, es ist da. 

Der letzte Anlass des Berichtsjahres ist das 8. Politische Treberwurstessen – Sie sehen, wir haben es mit der Nachhaltigkeit – in Schafis, wo wir nicht nur die Tradition des Wohllebens aufrecht halten, also kräftig auf die Pauke hauen, sondern auch versuchen, uns ein wenig umzusehen nach dem Wort von Gottfried Keller:

... heute ist alles Politik und hängt mit ihr zusammen von dem Leder an unserer Schuhsohle bis zum obersten Ziegel am Dache, und der Rauch, der aus dem Schornsteine steigt, ist Politik und hängt in verfänglichen Wolken über Hütten und Palästen, treibt hin und her über Städten und Dörfern.

In meiner «Brandrede» in diesem Jahr habe ich mir erlaubt, auf die Aktivitäten der drei Verbände, die sich mit Altersfragen beschäftigen, hinzuweisen, den SSR, den VASOS und den SVS. Am 10. März haben diese Verbände eine Demonstration auf dem Bundesplatz organisiert, um ihre Kampagne gegen die Altersdiskriminierung zu eröffnen. 

Man sieht: Im Hintergrund verfolgen wir, was in der Alterspolitik so ansteht, nicht nur die Diskussion der Rentenfrage. Unser Tagesreferat hat sich ja mit der Alterspolitik im weiteren Sinne beschäftigt. Auch im Hintergrund: Wir bringen uns ein in der GL, wo wir durch Erwin Balsiger, der immer noch die Kasse des Verbandes führt, und mich vertreten sind.

Das Engagement in der Alterspolitik zeigt sich im Übrigen nicht nur im Vorstand, dazu trägt Ihr alle bei und unterstützt damit das Anliegen, das ich immer wieder vorbringe: Es gilt, dass wir Seniorinnen und Senioren uns einbringen in das gesellschaftliche Geschehen, da, wo wir stehen, und mit dem, was wir können. Wir Senioren sind nicht einfach ein Anhängsel der Gesellschaft, wir sind Teil von ihr, das ist nicht zu unterschätzen. Wir machen fast ein Drittel der Mitgliederzahl des Verbands aus, tragen also wesentlich bei zur Stärke des Verbands, das wäre schon mal ein Punkt, wo wir etwas zur Gesellschaft als Ganzes beitragen. Dass Sie heute da sind, ist ein schönes Zeichen dafür.

Das habe ich vor einem Jahr etwas ausführlicher schon gesagt.

Jetzt zitiere ich mich wörtlich:

Zum Schluss möchte ich danken: Euch allen, die ihr an unseren Veranstaltungen teilnehmt, durch eure Teilnahme haltet ihr den Verband im Schwung. Euch Vorstandsmitgliedern, die durch die aktive Mitarbeit den Motor der Rentnervereinigung am Laufen haltet. Der Geschäftsstelle, die immer bereitsteht, wenn es irgend etwas zu helfen gibt, der Redaktion des Diagonal, die unsere Anliegen immer offen aufnimmt, dem Geschäftsführer Daniel Wyrsch, der dafür sorgt, dass der Motor unserer Vereinigung auch das nötige Benzin hat, und der ganzen Geschäftsleitung unter dem Vorsitz von Anastasia Falkner. 

Euch allen ein herzliches Dankeschön

 

Bern, 17. März 2020                                                                      Robert Ruprecht

 

 

Protokoll der virtuellen HV

Infolge der COVID-19-Pandemie konnte die Hauptversammlung nicht im gewohnten Rahmen stattfinden. Weil ein Ende der besonderen Lage nicht absehbar war, entschloss sich der Vorstand am 17. Juni 2020, die statutarisch notwendigen Traktanden den Mitgliedern per Mail oder Brief zu unterbreiten und die Abstimmung ebenfalls über diese beiden Medien durchzuführen. 

 

Die Mitglieder erhielten in der zweiten Augustwoche ein Dokument mit einer Kurzfassung des Jahresberichts 2019, der Jahresrechnung 2019, dem Budget 2020, dem Revisorenbericht, der Liste der verstorbenen Mitglieder und dem Wahlvorschlag für einen neuen Revisor sowie einen separaten Abstimmungstalon, der bis am 31. August einzusenden war.

 

Die Rentnervereinigung dankt der Geschäftsstelle des BSPV für die Unterstützung beim elektronischen und papiernen Versand und bei der Entgegennahme der Briefantworten.

 

Rund 20% von unseren 1900 Mitgliedern haben geantwortet: 147 per Mail und 242 per Post. Viele Mitglieder haben einen Dank für die Arbeit des Vorstandes beigefügt.

Leider mussten 10 Antworten für ungültig erklärt werden, weil sie leer oder deutlich zu spät eingereicht wurden. Das Total der gültigen Stimmzettel beträgt 379.

 

 

1      Jahresbericht 2019

Im Jahresbericht erwähnt der Präsident die Anlässe des Jahres: Den Ausflug ins Tropenhaus Frutigen, den Besuch der Justizvollzugsanstalt Witzwil, den Vortrag von Silvia Schläpfer über ihren Einsatz in Biafra, das Treberwurstessen und den Besuch im Lichtspiel. er erinnert uns daran, dass wir Seniorinnen und Senioren uns einbringen in das gesellschaftliche Geschehen. Wir Senioren seien nicht einfach ein Anhängsel der Gesellschaft, wir seien Teil von ihr.

Der Jahresbericht des Präsidenten wird mit 379 Ja, 0 Nein, 0 Enthaltungen genehmigt.

 

2      Protokoll der Hauptversammlung vom 19. März 2019

Das Protokoll der Hauptversammlung 2019 ist auf der Homepage bspv-senioren.ch zu finden. Es hätte auch noch als Papier bestellt werden können.  

Das Protokoll der HV 2019 wird mit 371 Ja, 0 Nein, 8 Enthaltungen genehmigt.

 

3a    Jahresrechnung 2019

Der Kassier Erwin Balsiger kann eine Jahresrechnung vorlegen, die mit einem Ertrags­überschuss von Fr. 2‘333.54 abschliesst. Das Eigenkapital steigt auf Fr. 24‘715.26. 

Die Jahresrechnung 2019 wird mit 379 Ja, 0 Nein, 0 Enthaltungen genehmigt.

 

3b   Budget 2020

Das Budget sieht bei einem Aufwandüberschuss von Fr. 400.-- Ausgaben von insgesamt Fr. 14‘300.- vor. 

Das Budget 2020 wird mit 379 Ja, 0 Nein, 0 Enthaltungen genehmigt.

 

3c    Entlastung des Vorstandes

Die Revisoren beantragen der Hauptversammlung, die Jahresrechnung 2019 unter Décharge-Erteilung an den Vorstand zu genehmigen.  

Die Décharge wird mit 376 Ja, 0 Nein, 3 Enthaltungen genehmigt.

 

4      Wahl eines Rechnungsrevisors

Turnusgemäss ist Otto Aeby als Revisor ausgeschieden. Der Vorstand schlägt Ueli Maag, Ing. ETH, Hinterkappelen, ehemals Co-Leiter des Amts für Geoinformation, zur Wahl vor.

Die Wahl erfolgt mit 370 Ja, 0 Nein, 9 Enthaltungen.

 

 

Thun, 20. März 2019                                                    Der Sekretär

 

                                                                                     

 

                                                                                     Erich Frauenfelder