Besuch des Museums Clin d’ailes in Payerne

5. Oktober 2017

Nach der sehr gelungenen Reise ins Aargau, die Peter Schneider organisierte, hat Roland Schafer zu einer Fahrt ins Welschland eingeladen, die die Rentnervereinigung zum Armee-Flugplatz Payerne ins Fliegermuseum Clin d’ailes führte.

Der 5. Oktober war ein wunderbarer Herbsttag, der zum Verweilen im Freien einlud. Trotzdem folgten die Teilnehmer ohne Murren und mit grossem Interesse den Erläuterungen der Museumsführer, alle drei Insider, ihr Leben lang mit dem Geschehen in Payerne und der Militärfliegerei verbunden. Da das Museum den Düsenflugzeugen gewidmet ist, deckt sich sein Thema ungefähr mit den Lebensspannen unserer Gruppe: Erinnerungen wurden wach und die Mischung aus technischen Erläuterungen, Anekdoten und Hinweisen auf die Flugzeug-Beschaffungspolitik des Bundes liess den Besuch hochinteressant werden. Das schöne Wetter konnten wir dann auf der Terrasse des Murtenhofs und beim anschliessenden Ausgang im historischen Städtchen geniessen. 

Ist es ein Zufall oder zeichnet sich ein Generationenwechsel ab: Auffallend viele traditionell an unseren Fahrten teilnehmende Gesichter fehlten auf dieser Reise, viele hatten sich angemeldet und mussten sich dann aus z.B. gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Ihnen allen unsere besten Wünsche und Roland Schafer, dem Organisator, besten Dank für den perfekt organisierten Ausflug. 

Damit ist es der Rentnervereinigung gelungen, im Jubiläumsjahr zwei denkwürdige Reisen zu organisieren.     

Der vierte und letzte Anlass des Jahres ist der Besuch des Verpflegungszentrums Waffenplatz Thun am 29. November. Programm: Hier klicken.


75 Jahre Rentnervereinigung. Jubiläumsreise

 8 Juni 2017

Insgesamt 68 Kolleginnen und Kollegen bestiegen am 8. Juni in Lyss, Bern und Burgdorf den Doppelstockbus der Firma Schneider Reisen AG, Langendorf. Bei strahlendem Sonnen-schein führte die Reise von Burgdorf aus durch die schöne Hügelwelt der Wynigen Berge und über Huttwil ins luzernische Mauensee. Auf der schönen Terrasse des Restaurant Rössli wurden der frohen und gut gelaunten Reisegesellschaft Kaffee und Gipfeli serviert. Danach fuhr der Car weiter über Beromünster ins Seetal mit der schönen Aussicht auf die dortige Seelandschaft zur Alpwirtschaft Horben auf dem aargauischen Lindenberg. In den gemütlichen Räumen der bekannten Gastwirtschaft konnte ein ausgezeichnetes Essen mit Dessert und Kaffee genossen werden.

Nach einer kurzen Besichtigung der schönen Umgebung mit dem Schloss Horben und der dem heiligen Wendelin gewidmeten Kapelle stand der Reisebus bereits zur Weiterfahrt bereit. Diese führte durch eine für viele Mitreisende unbekannte  Gegend ins luzernische Hinterland. Unterwegs orientierte der Organisator über verschiedene geschichtliche Ereignisse, die sich dort zur Zeit der Freischarenzüge und des Sonderbundskrieges von 1846 bzw. 1847 zugetragen haben.

Das Entlebuch zeigte sich auf der anschliessenden Fahrt sonnenbestrahlt und wolkenlos von der schönsten Seite. Nach einem Zwischenhalt bei der Firma Kambly in Trubschachen ging

es für die frohe und gutgelaunte Reisegesellschaft bereits den heimatlichen Gefilden zu, im Bewusstsein, eine sehr schöne, unvergessliche Jubiläumsreise erlebt zu haben.

Autor und Organisator: Peter Schneider, Diessbach

Politisches Treberwurstessen in Schafis

 22. Februar 2017

Zum fünften Mal in Folge hat die Rentnervereinigung ihr „politisches“ Treberwurstessen zelebriert. Bei diesem Anlass hat Robert Ruprecht darauf hingewiesen, woher der Ausdruck eigentlich kommt. Er hat zwei Wurzeln: Alt-Präsident Eugen Schneider hat jedes gesellige Zusammensein mit einem Aufruf zu politischer Aktivität begleitet, immer strikt neutral aber ebenso strikt engagiert. Andererseits hat ziemlich genau vor 495 Jahren in der Buchdruckerei des Christoph Froschauer während der Fastenzeit ein Wurstessen stattgefunden. Dieser Fastenbruch gilt heute als Auftakt der Zürcher Reformation und war und eine Antwort auf die Risse in der damaligen Gesellschaft. Risse in der Gesellschaft hat es immer gegeben und damit das Bedürfnis, zu flicken oder neu aufzubauen.

Seit Jahren sind sie bemerkbar, in den letzten Monaten haben sie sich stark erweitert. In der Auseinandersetzung um die USR III hat sich das auf erschreckende Weise gezeigt, z.B. in der hysterischen Reaktion der Befürworter auf die sehr berechtigte Intervention von alt Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf. Umso erfreulicher ist es, dass eine so deutliche Mehrheit der Stimmenden der Vorlage eine Abfuhr bereitet hat. Immer deutlicher zeigt sich eine Neigung, das soziale Ganze als einen Selbstbedienungsladen für diejenigen zu verstehen, die ohnehin schon auf der privilegierten Seite stehen.

Die Rentenbezüger stehen ja auch immer wieder im Fokus des Interesses, und die Position der Alten in der Gesellschaft wird wiederholt in Frage gestellt. Robert Ruprecht wies darauf hin, dass die Rentner ein zunehmend wichtiges Element in der Gesellschaft sind, sie werden immer deutlicher ein wesentlicher Faktor des inneren Zusammenhalts, Kitt, hat man früher gesagt. Und das nicht nur im familiären Bereich, z.B. als Grosseltern, sondern auch als Freiwillige und Ehrenamtliche in den verschiedensten Bereichen. Das gilt es, sich bewusst zu halten, nicht im Sinne einer Verteidigungsstrategie, sondern aktiv und selbstbewusst: Je grösser der Druck auf die Arbeitnehmenden ist, je mehr Risse sich in unserer Gesellschaft zeigen, desto wichtiger ist der Beitrag der RentnerInnen zur Gesellschaft.

Einmal mehr durfte die Rentnervereinigung von der perfekten Gastfreundschaft von Lisbeth und Röbi Andrey in Schafis profitieren; die Stimmung war heiter bis angeregt, die Zeit verging im Fluge... das nächste Treberwurstessen wartet schon am Horizont.

 rcr 22.2.17

 



Gotthelf-Reise

26. Mai 2016

 

 

Bild: Samuel Kislig vor dem Gotthelf-Denkmal in Lützelflüh


Der Gotthelf-Ausflug vom 26. Mai

Die Senioren folgten am 26. Mai den schriftstellerischen Spuren Gotthelfs im Emmental. Ausgehend von der „Wassernot im Emmental“, die sie nach Röthenbach/Eggiwil führte,  reisten sie über Langnau, Sumiswald, Lützelflüh, Heimiswil, Thorberg zurück nach Bern, immer wieder konfrontiert mit passenden Textstellen. Im Bären Langnau liessen sie sich in die Erzählung „Ein deutscher Flüchtling“ einführen, in der Gotthelf die Probleme von Flüchtlingen und den Umgang mit ihnen sozusagen exemplarisch abhandelt. Im Ochsen Lützelflüh, der schon zu Gotthelfs Zeiten stand und von ihm frequentiert wurde, liessen sie sich ein schmackhaftes Essen servieren, um anschliessend, geführt die Gotthelfstätten im Dorf und das Gotthelf-Zentrum im ehemaligen Pfarrhaus zu besichtigen.

Damit entpuppte sich die Reise als eine Konfrontation auch mit den Fragen unserer Gegenwart: Nur wenige Tage nach der Reise hat Süddeutschland eine Katastrophe erlebt, wie sie Gotthelf in seiner „Wassernot“ schildert; seine Erzählung „Ein deutscher Flüchtling“ weist gleichzeitig zurück auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn und auf das Problem passenden Umgangs mit Flüchtlingen, vor dem wir heute stehen.

Dank: Das Gelingen der Gotthelf-Reise hing wesentlich an der Zusammenarbeit eines ganzen Teams: Eugen Schneider nahm die Anmeldungen entgegen, Roland Schafer vermittelte den Transport, Samuel Kislig besorgte mit Robert Ruprecht zusammen den inhaltlichen Teil und Menno Beindorff wirkte als Fotograf.


Besichtigung der "Frischeplattform" der Genossenschaft Migros Aare in Schönbühl am 4. Juli 16

 

Die Frischeplattform Schönbühl versorgt täglich 130 Supermärkte und 65 Restaurants zwischen Gstaad und Spreitenbach mit unzähligen Frischeartikeln. So gelangten im vergangenen Jahr fast 20 Millionen Bananen von der Frischeplattform in Schönbühl an die Kunden in den Kantonen Aargau, Solothurn und Bern. Aber auch der "Rückschub" ist eine wichtige Sache. So wurden im vergangenen Jahr 2'400 Tonnen Pet gepresst. Durch diese Wiederverwertung konnten 4'560'000 Liter Erdöl eingespart werden. Anlässlich einer Führung durch die grosse Anlage der "Frischeplattform" wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, was es für eine logistische Leistung braucht um dies alles zu bewältigen und so zu ermöglichen, dass wir Kunden jederzeit die gewünschten Produkte kaufen können. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die drei Führerinnen, die mit ihren sachkundigen Erläuterungen diesen Morgen zu einem eindrücklichen Erlebnis machten. Der Morgen begann mit einem Brötchen und einem Fruchtsaft als Stärkung und Erfrischung  und endete mit einem Präsent in Form einer Tafel Schokolade und einem Einkaufsgutschein für die Teilnehmer. Danke der Migros Aare für diese tolle Geste.

Roland Schafer

 7. September  Swiss Alpine Herbs – Herbstausflug 

Wenn Senioren beschliessen, eine Reise zu unternehmen, ist noch manches offen. Zum Beispiel können Unpässlichkeiten den Beschluss umstürzen. Was aber, wenn gar der Organisator ausfällt? Einige Tage vor dem geplanten Ausflug nach Därstetten und über den Jaunpass nach Greyerz ist Roland Schafer verunfallt und musste sich einer komplizierten Operation am Knie unterziehen, deren Folgen seine Mobilität für lange Zeit einschränken. So musste er auf die Reiseleitung verzichten.

Dank seiner minutiösen Vorbereitungsarbeit und mancher helfender Eingriffe konnte die Reise aber trotzdem reibungslos durchgeführt werden.

Der Besuch von Swiss Alpine Herbs in Därstetten war sehr instruktiv. Der Betrieb befindet sich in den Gebäulichkeiten, in denen einst das Weissenburger Mineralwasser abgefüllt worden ist, und befasst sich mit der Trocknung und Aufbereitung von biologisch gezüchteten Kräutern, meist aus Schweizer Herkunft.

Die Senioren wurden freundlich empfangen und sehr kompetent geführt: Man macht sich im allgemeinen keine Vorstellungen davon, was es braucht, bis wir unsere kleinen Portionen wohlverpackt aus den Ladengestellen holen können – und davon, welche Mengen da verarbeitet werden.

Nach dem Besuch des Fabrikladens ging es weiter auf den Jaunpass, wo die Mittagspause wie üblich zu intensivem Austausch benützt wurde. Hier hat auch Eugen Schneider, sich selber treu, die Gelegenheit benützt, die Anwesenden aufzurufen, an den Abstimmungen vom 25. September teilzunehmen: Sie sind für Arbeitnehmende und unsere Sozialwerke von entscheidender Bedeutung. Es liegt also in unserem eigenen Interesse, abzustimmen, was auch immer unsere Meinung sei.

Der dritte Etappenort, das Städtchen Gruyères war in der fast sengenden spätsommerlichen Hitze eher eine Gelegenheit, sich zu erfrischen als Ziel grosser Besichtigungen. Auch hier fehlte es nicht an politischen Gesprächen...

Fast auf die Minute genau traf die Gruppe nach einem wunderbaren Reisetag wieder in Bern ein. Besten Dank dem Organisator Roland Schafer und all denjenigen, die dazu beigetragen haben, dass alles reibungslos ablief. Und: „Gute Besserung, Roland!“