Haus der Religionen – Dialog der Kulturen

Exkursion der Rentnervereinigung am 20. November 2018

Das Berner Haus der Religionen ist eine einzigartige Institution. Unter seinem Dach sind die grossen Weltreligionen und eine Anzahl kleinerer Denominationen vereint und leben in engem Austausch miteinander. 

Ihm galt die letzte Veranstaltung der Rentnervereinigung in diesem Jahr, dem Besuch der Moschee, des christlichen Kirchenraums, des buddhistischen Andachtsraums und des Hindutempels. In der Moschee beantwortete der Imam die Fragen der TeilnehmerInnen, im Hindutempel sein Priester, der gleichzeitig der Koch des ayurvedischen Restaurants im Parterre des Hauses ist. 

Die Führerin Ursula Ecclesia berichtete mit grossem Engagement über das Haus: ausgehend von der Idee, dem interreliglösen Dialog eine Heimstatt zu geben, über die Schwierigkeiten bei ihrer Umsetzung bis zum heutigen, oft lauten Neben- und Miteinander. Sie beantwortete die zahlreichen Fragen der Teilnehmenden aus grosser Sachkenntnis.  «Nach schwierigen Anfängen sind wir heute eine internationale Attraktion geworden, ohne es zu wollen, das überfordert uns manchmal ein wenig,» bilanzierte sie. Besonders beeindruckend waren die Erläuterungen des Hindu-Priesters zum Bilderreichtum seiner Religion: «Gott kann man nicht fassen, er ist in unendlich vielen Gestalten sichtbar, je nach dem, was der einzelne Mensch erkennen kann – dahinter aber steckt eine Einheit.»

Bei Kaffee und Kuchen konnten die TeilnehmerInnen die zahlreichen Eindrücke, die sie in der zweieinhalbstündigen Führung empfangen haben, schon etwas verarbeiten. 


Von Süsse und Freiheit...

Herbstausflug der Rentner vom 9. Oktober 2018

Der diesjährige Herbstausflug hat die Rentner in eine Gegend gebracht, die manchen doch etwas wenig vertraut ist. Vielleicht hat die Reise gerade deshalb so viel Zuspruch gefunden. Fünfundsiebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer – fünfzehn mehr als das geplante Maximum – haben der Süsse des Lebens zugesprochen und sich in die Schokoladewelt von Camille Bloch in Courtelary einführen lassen. Der Hersteller des Ragusahat sich als sehr flexibel erwiesen, und die Gruppen wollten und wollten sich von den Führungen nicht im Verkaufsraum einfinden. Sämtliche Teilnehmenden haben es offenbar genossen: Nur positive Rückmeldungen sind gekommen – und auch die drei Führerinnen haben uns wissen lassen, dass sie am Humor und Interesse der TeilnehmerInnen Freude gehabt haben. 

Trotzdem konnte der Reiseplan eingehalten werden. 

Aus dem St. Immer-Tal begaben wir uns anschliessend auf die Höhe der Freiberge, in die Weiten des Kantons Jura, wo wir unseren Verpflegungsort ansteuerten, der erste Hof der Stiftung für das Pferdin Le Roselet. Unterwegs konnten wir uns ein wenig mit dem Gründer der Stiftung, Hans Schwarz (1895 bis 1965), vertraut machen, einem Berner Rösseler, Abenteurer und Schriftsteller/Journalist, einem witziger und eigenständiger Denker und entschiedenem Gegner des Faschismus. Einige unter den Teilnehmenden erinnerten sich noch aus eigenen Begegnungen an ihn. 

Nach dem süssen Dessert in Courtelary haben wir den schmackhaften Hauptgang im Restaurant von Le Roselet genossen – auch diejenigen, die nach den Führungen glaubten, sie hätten jetzt überhaupt keinen Appetit mehr. – Dann kam halt nochmals ein Dessert und hat seinen natürlichen Weg gefunden... Eine abgerundete Sache.

Es ist das Konzept unseres Reiseleiters Roland Schafer, die erste Hälfte der Reise mit einem klar definierten Programm zu bestreiten und den Teilnehmenden dann, nach dem gemeinsamen Mittagessen und den lebhaften Gesprächen, Auslauf zu gestatten. Dafür war Le Roselet ideal: Spazieren auf der sonnigen Hochebene, Besichtigung der geräumigen Ställe, Zuschauen beim Beschlagen der Pferde und Beobachten der vierbeinigen Pensionäre in ihrer Freiheit auf der Weide. 

Dem Organisator der Reise, Roland Schafer, sei herzlich gedankt für diesen wohlgelungenen Tag.

Schon neigt sich das Jahr seinem Ende zu. Im November steht noch ein Besuch im Haus der Religionen am Europaplatz in Bern an, und dann kann man schon beginnen, nach der Treberwurst zu schnuppern. Ist das noch seriös?

Robert Ruprecht


30. Mai 2018

Besuch bei der Firma Similasan in Jonen 

 

Unterwegs im Hügelgelände des Aargaus

Jonen ist eine kleine Ortschaft an der Grenze des Aargaus zum Kanton Zürich. Die wenigsten werden wohl spontan sagen können, wo das Dörfchen genau liegt. Den meisten aber wird der Name Similasan ein Begriff sein – und der geht mit Jonen zusammen, denn dort ist die Herstellerin homöopatischer Heilmittel zuhause.

Sie war Ziel des Frühjahrs-Ausflugs der Rentnervereinigung, das sie nach einigen Irrfahrten wohlbehalten, wenn auch verspätet, erreichte, wo sie aber nicht minder herzlich empfangen wurde. Den meisten Teilnehmenden kam das Gesicht des Chefs der Firma bekannt vor, war er doch in jüngeren Jahren aktiver Skiathlet und ist er doch «nebenberuflich» Präsident des Schweizer Skiverbands. Er liess es sich nicht nehmen, die Reisenden persönlich zu begrüssen.

Bei Kaffee und Gipfeli (riche!) folgte dann ein spannender Einblick in die gar nicht so weit zurückreichende Firmengeschichte, ins Wesen der Homöopathie und die Herstellung der Similisan-Produkte, die von Jonen aus in der ganzen Welt verkauft werden. Von der Produktion selber konnten wir nicht so viel mitbekommen: Das läuft alles nach strengsten Hygienemassnahmen. Dass und wieso es nicht anders geht, wurde uns aber auf dem Rundgang schon einsichtig.

Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir im malerischen Bremgarten, wo sich nach einem guten Essen weitere Gelegenheit zu lebhaftem Austausch ergab. Bei strahlendem Wetter verliessen wir den Aargau, nichts ahnend von den heftigen Gewittern, die sich am Abend über der Gegend ausschütten sollten. Roland Schafer, der die Reise einmal mehr mit aller Umsicht organisiert hat, unseren besten Dank!                                          Robert Ruprecht    

Bild: Jürg Streit, Zollikofen. Weitere Bilder siehe Photogalerie


Sechstes politisches Treberwurstessen in Schafis

14. Februar 2018

 

Am 14. Februar trafen sich rund vierzig Mitglieder in Schafis zum sechsten «politischen Treberwurstessen» bei Lisbeth und Röbi Andrey. Trotz schönstem Wetter zog es praktisch niemanden nach draussen, in ausgelassener Stimmung und bei lebhaften Diskussionen attackierte man das köstliche Menü, der Präsident hatte fast Mühe, sich Gehör zu verschaffen, fand dann aber eine aufmerksame Zuhörerschaft für das, was er den Anwesenden nahelegen wollte.

In einem kleinen historischen Exkurs wies er auf die Entwicklung der Schweiz seit 1848 vor, seit der Zeit, als sie sich als liberaler Nachtwächterstaat etabliert hatte, der sich auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung vor hundert Jahren (im Generalstreik) zu einer anderen Haltung bequemen musste. 1948 entstand daraus das Sozialwerk AHV, gestützt von der internationalen politischen Entwicklung, dem Gegensatz zwischen dem kapitalistischen und dem kommunistischen System. Als letzteres zusammenbrach, verschwand im Westen der Druck, Menschenfreundlichkeit vorzuspiegeln, womit der Neoliberalismus sein Haupt erheben konnte, der seither immer wieder versucht, die politische Landschaft für sich umzugestalten. Gerade im Hinblick auf den 4. März hielt er es für wichtig, dass man sich engagiert, die Vorgänge wach verfolgt, und seine Entscheidungen bewusst trifft. Angesichts des Drucks, der heute auf den Einzelnen lastet, ergibt sich, dass gerade den Pensionierten eine zunehmend wichtige Rolle in der Gesellschaft zukommt. Sie werden dank der Freiheit, die ihnen gewährt ist, ein immer bedeutenderes stabilisierendes Element.

Eine besondere Freude war, dass Eugen Schneider am diesjährigen Treberwurstessen wieder dabei sein konnte. Er hat sich von der schweren gesundheitlichen Attacke des vergangenen Spätsommers gut erholt und liess es sich nicht nehmen, auch das Wort an die Anwesenden zu richten. Ausgangspunkt seines Beitrags war das Einstein-Zitat: Wenn's alte Jahr erfolgreich wardann freue dich aufs neue. Und war es schlechtja dann erst recht. Sein Beitrag wurde mit lebhaftem Applaus verdankt.